Basisausbildung

Anfängerkurs – Der Hundeführer lernt

In der Anfängergruppe werden die Ausbildungsgrundlagen vermittelt wie etwa richtiges Halten der Leine, korrekte Hörzeichen, Art und Zeitpunkt von Lob/Belohnung (sogenannte „Bestätigung“).

Vor allem am Ausbildungsbeginn verwendet man viel Futter („Leckerlis“) und ein Spielzeug, das ausschließlich zum Training auf dem Hundeplatz eingesetzt wird. Diese Utensilien sollte der Hundeführer jederzeit griffbereit bei sich tragen, so dass er ohne Verzögerung bestätigen kann. Je schneller und häufiger der Hund für das korrekte und zügige Ausführen eines Hörzeichens belohnt wird, desto schneller verknüpft er Übung und Hörzeichen. Der Zeitabstand zwischen Übungsausführung und Bestätigung darf nicht mehr als 2 Sekunden betragen.

Der Hundeführer muss lernen, den Hund verbal, durch Körpersprache und Spiel so zu motivieren, dass er ihm freudig und aufmerksam folgt. Mit anderen Worten: Nur keine Hemmungen! Sehr wichtig ist aber auch, das Training mit einer erfolgreichen Übung rechtzeitig zu beenden, bevor die Konzentration des Hundes nachlässt. Bei Anfängern kann das schon nach wenigen Minuten notwendig sein.

Wie ihr seht, gibt es eine ganze Menge für den Hundeführer zu lernen. Aber natürlich nicht nur für ihn.

Im Anfängerkurs lernt der Hund einfache Übungen wie Sitz, Platz und Fuß gehen. In dieser Gruppe wird noch sehr viel gespielt. Die Übungssequenzen sind stets kurz und werden mit einem kurzen, intensiven Spiel beendet. Zu jeder Einzelübung wird das zugehörige Hörzeichen gegeben und die korrekte Übungsausführung mit einem Lob, „Leckerli“ oder Spiel belohnt.

Wichtig: Es werden nur korrekt ausgeführte Übungen bestätigt. Fehler werden nicht korrigiert, sondern ignoriert und bei der Übungswiederholung tunlichst vermieden, da der Hund diese sonst ungewollt mitlernt. Alles Weitere erfahrt Ihr in den Kursen!

 

Die Fortgeschrittenen Gruppe

In den Fortgeschrittenen Gruppen werden die in den Anfänger Gruppen erlernten Übungen erweitert und das Team (Hund und Hundeführer) wird somit auf die Begleithundegruppe vorbereitet.
Übungen wie Sitz und Platz werden für den Hund schwieriger gestaltet, in dem sich der Hundeführer vom Hund entfernt. Schrittweise werden die Zeiten verlängert und die Entfernungen vergrößert. Um das ganze weiter auszubauen, wird bei diesen Übungen zusätzlich mit Ablenkung gearbeitet, d.h. dass der Übungsleiter an den Hunden vorbei joggt, mit einer Tüte raschelt, mit Schlüsseln klimpert oder auch einfach nur klatschend vorbei läuft! Die Hunde sollten auch dann sitzen bzw. liegen bleiben.
Natürlich wird des weiteren auch an der Leinenführigkeit, an Kehrtwendungen und auch an der Grundstellung gearbeitet!
Bei den Kehrtwendungen wird darauf geachtet, dass die Hunde schnell und eng um den Hundeführer herum kommen.
Bei der Leinenführigkeit sollte die Leine durchhängen, der Hund nicht vorprellen und auch nicht nachhängen !
Bei einer Grundstellung sitzt der Hund gerade und links neben dem Hundeführer.
Um das alles zu erreichen, arbeiten wir viel über den Spieltrieb und mit Leckerlies, beides dient zur positiven Bestärkung des Hundes, um ihm zu zeigen das er seine Aufgabe gut gemeistert hat!
Wer diese Anforderungen nach dem halben Jahr in der Fortgeschrittenen Gruppe erfüllt, wechselt in die Begleithundegruppe und kann den letzen Sprung zur Prüfung in Angriff nehmen.

 

Die Begleithundegruppe – Nur was für Starke Nerven

Die Begleithundegruppe trifft sich zweimal die Woche, um auf die BH-Prüfung hinzuarbeiten, die je nach Nachfrage zweimal im Jahr, nämlich im Frühjahr und im Herbst, durch einen externen Richter abgenommen wird.
Nachdem man mit seinem Hund die Anfänger- und Fortgeschrittenengruppen besucht und den bis dahin geforderten Ausbildungsstand erreicht hat, kommt man in die BH-Gruppe.
Die BH ist die erste Prüfung, die ein Hund absolvieren kann/muss und legt somit den Grundstein für alle weiteren Wege die man einschlagen möchte, sei es im Schutzhundesport oder im Agility.

Die Prüfung ist in 3 Teile untergliedert:

1. Teil: Hier wird zunächst der Hundeführer in einer schriftlichen Prüfung über sein Allgemeinwissen zum Thema Hund abgefragt. Es ist ein Ankreuztest mit 25 Fragen. Der gesamte Fragenkatalog aus hundert Fragen ist unter www.vdh.de abrufbar.

2. Teil: Nachdem der schriftliche Teil bestanden ist, kommt die Prüfung auf dem Platz. Hier muss ein bestimmtes, vorher geübtes Schema mit dem Hund gezeigt werden und der Hund ca. 12 Minuten ruhig abliegen, während sich der Hundeführer vom Hund entfernt.

3. Teil: Nachdem auch Teil zwei bestanden ist, wird der Hund zum Verkehrsteil zugelassen. Hier wird die Nervenstärke des Hundes getestet. Dazu passieren Jogger und Radfahrer den Hund und er muss eine Traube von Menschen gelassen durchqueren

Ist auch Teil drei bestanden, hat man es geschafft und die Begleithundeprüfung in der Tasche.

Aber so schnell wie es nun vielleicht den Anschein hat, geht es dann doch nicht. Wer mit seinem Hund eine Begleithundeprüfung anstrebt, sollte viel Konsequenz und Zeit an den Tag legen, denn es kann auch mal sein, dass öfter als zweimal in der Woche auf dem Hundeplatz geübt wird.
Vor allem sollte man die eigenen Nerven nicht unterschätzen, denn bei vielen Hundeführern bleiben kurz vor der Prüfung die Nerven auf der Strecke und das merkt der Hund natürlich. Deshalb: wer flatterige Nerven hat, rechtzeitig Baldrian kaufen.
Im Vorbereitungskurs auf die Prüfung wird hauptsächlich Teil 2 geübt, da dieser den größten Teil der Prüfung ausmacht. Das festgelegte Schema wird jedoch erst gegen Ende eingebaut, damit beim Hund keine Langeweile aufkommt.

Wer nun Ehrgeiz und Lust auf eine Begleithundeprüfung bekommen hat, sollte mit seinem Hund unsere angebotenen Kurse besuchen. Wer fleißig und konsequent übt, kommt im Schnitt nach ein bis anderthalb Jahren zur Begleithundeprüfung.

Begleithundegruppe